Sunlu Terminator T3 Detailed Review by Peter O from drucktipps3d.de
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Die Moderatoren-Kollegin und -Kollegen haben die letzten Jahre fleißig Drucker getestet. Ich habe geschwänzt, weil ich Duet-Boards, Wasserkühlung etc. spannender fand. Nachdem die Anderen sich alle schon am Ender 3 und diversen Clones müde getobt haben, lag es nahe, auch einmal wieder die Hand zu heben.
Verpackung und Lieferumfang
Kurz darauf schlug ein 10kg-Paket von Stephan ein.
SUNLU hat uns den Terminator T3 kostenlos zur Verfügung gestellt. Weiter hat kein Geld den Besitzer gewechselt.
Die Verpackung ist sehr sorgfältig und professionell gestaltet, der Inhalt daher unbeschädigt.
Der Drucker kommt fast vollständig montiert und verkabelt, im Wesentlichen in zwei großen Teilen.
Die fertiggestellte Verkabelung, die die beiden Bauteile verbindet, erfordert beim Zusammenbau etwas Umsicht. Dafür sind alle Steckverbindungen ab Werk mit Heißkleber gesichert, so dass sich beim Transport und im Betrieb nichts losrütteln kann.
Zusätzlich kommen das Netzteil, Werkzeug und Kleinteile, der für diese Bettschüttler übliche Filamenthalter sowie eine Start-Rolle Filament:
Dazu Netzkabel, eine bebilderte Aufbauanleitung in professionellem Englisch, zwei Kabelbinder zum Schnüren des zusammengelegten Bündels, falls der Drucker nochmal verschickt werden sollte, und ein runder Flyer zu einem Affiliate-Programm:
Die Kleinteile sind vollständig. Es gibt zusätzlich eine fünfte Tüte mit ein paar Ersatzteilen, u.a. drei Ersatz-Taststifte für den ABL-Sensor. Das notwendige Werkzeug in einfacher Qualität ist dabei:
SD-Karte
Die SD-Karte enthält die Firmware in mehreren Sprachvarianten (s.u.), als Software Cura und Pronterface, den recht guten und in gutem Englisch verfassten User Guide, das ebenfalls gute Aufbauvideo sowie zwei STL-Files (Ein Benchy mit eigenartigem langem Schornstein und eine Vase mit Relief) sowie ein Prospekt mit der Produktpalette von Sunlu.
Die SD-Karte selbst sollte sofort auf einen Rechner kopiert werden. Sie hat genau einen Gcode zum Drucker transportiert, bevor sie kaputt ging, wie leider bei SD-Karten mit Druckern dieser Preisklasse üblich. Der mitgelieferte Kartenleser hat dagegen durchgehalten. Man sollte also mit Kauf des Druckers gleich parallel eine Marken-SD-Karte bestellen, um diese einfache Möglichkeit zu haben, Druckdateien auf den T3 zu transportieren.
Aufbau
Der Aufbau ist schnell erledigt und sowohl in der Anleitung also auch im Werksvideo gut gezeigt. Die Tüten für die einzelnen Bauschritte sind nummeriert.
https://www.youtube.com/watch?v=U3O87HtClh0
Im Sunlu-Channel finden sich weitere Videos zum T3:
https://www.youtube.com/c/SUNLU/search?query=T3
Alle montierten Schrauben waren ab Werk fest angezogen.
Die Gantry wird mit vier Schrauben von unten an das Unterteil geschraubt. Bohrungen und Profilenden sind präzise gefertigt, so dass die Schrauben die Teile ohne Weiteres in die korrekte Position ziehen.
Im Wesentlichen müssen nur die Rollen von X- und Y-Schlitten nachjustiert werden. Dafür sind die Rollen auf der rechten Seite des Y-Schlittens in den üblichen Exzenter-Buchsen gelagert. Der Maulschlüssel liegt bei. Am besten den Exzenter leicht verdrehen und mit dem Daumen an der Gummi-Rolle prüfen, ob sie schon Traktion auf dem V-Slot-Profil hat, oder noch durchrutscht. Nicht unnötig fest einstellen, um Standplatten der Rollen zu vermeiden!
In Y muss es also nur spielfrei sein, in Z sollten die Exzenter an den zwei Rollen der X-Brücke ganz rechts außen zusätzlich so justiert werden, dass das X-Profil im rechten Winkel mit den Z-Profilen sitzt.
Der X-Schlitten hat einen Exzenter an der unteren Rolle und war korrekt justiert.
Und hier nochmal das Titelbild mit dem fertigen Drucker zum Reinzoomen,
(das geht im Blog überall am besten mit

Die Komponenten
Rahmen und Gehäuse
Mechanisch ist der Sunlu T3 ein typischer Ender-3-Clone. Die Längskufen sind 40x40er Profile, die Querstrebe unten, die Z-Säulen und die Y-Schiene sind 40x20er, X- und First-Querprofile 20x20er. Das Ganze ist sauber gefertigt und stabil verschraubt und steht auf den typischen massiven großen Gummifüßen, die nicht ganz vorne sitzen. Obwohl der Drucker mit Heatbedkabel etwa 63cm Tiefe benötigt, passt er so trotzdem auf eine 60er Arbeitsplatte und steht vorne entsprechend über.
Die Z-Achse wird von einer Spindel links angetrieben. Manche wünschen sich eine zweite Spindel rechts, aber das ist für einen Drucker dieser Größe einfach unnötig und würde nur die Kosten treiben.
Das Gehäuse ist aus Kunststoff-Spritzguss und fügt sich sauber in den Rahmen ein. Der für die Elektronik nicht benötigte Platz ist als offenes Ablagefach verfügbar. Das ist echt professionell und erheblich schöner gelöst als viele Gehäuse-„Versuche“ der frühen Jahre.
Beide Schlitten und alle Motorhalterungen sind V-Slot-Drucker-typisch aus dickem Blech gefertigt.
Elektronik
Der Radiallüfter bläst direkt über das Mainboard und ist dabei immer gut vernehmbar. Die Verkabelung ist solide. Wie oben schon erwähnt, sind auch hier alle Steckverbindungen mit Schmelzkleber gesichert.
Das 24V-Mainboard ist proprietär: ‚SUNLU Terminator 3, V1.2‘. Es unterstützt 4 Motoren, ein Anschluss für einen zweiten Z-Motor ist vorhanden, einer für einen Z-Endschalter ebenfalls. Mehr Anschlussmöglichkeiten gibt es nicht.
Micro-SD-Card-Slot (! Es steht Kopf) und USB-B- Anschluss sind nach vorne ausgeführt.
Der Prozessor ist ein 32bit ARM-Prozessor von GigaDevice, der GD32F303 RET6.
Die Kühlbleche von den Motortreibern habe ich nicht abgepult, um zu schauen, welche es sind. Sie steuern die Motoren aber auch im Fast Mode relativ leise an. Andere Schallquellen des Druckers sind lauter.
Hotend und Heatbed werden über HY1403 Mosfets auf dem Board geregelt. Sie können nominell einen Strom von >30A verkraften.
Das Displayboard ‚SUNLU 12864 V1.0‘ trägt nur ein ‚klassiches‘ blaues 12864-Display, einen knackigen Dreh-Klick-Schalter und den unvermeidlichen Piezo-Tweeter. Es verrät uns, dass der Drucker sehr wahrscheinlich nach Juni 2022 gebaut wurde.
Das Display ist hell und kontrastreich.
Netzteil
Das Netzteil ist präzise und stabil mit einem Spritzgussgehäuse für Netzbuchse und Schalter zu einem Modul verschraubt, so dass keine 230V-Leitungen offen liegen. Es wird mit zwei Schrauben direkt an die rechte Z-Säule geschraubt. Per XC-Stecker wird die gesamte Leistung ans Mainboard abgeliefert.
Die internen Anschlüsse sehen sauber aus. Man erkennt aber schon an den Verdrahtungskabel-Farben, dass dennoch nicht alles nach VDE zugeht. Deshalb die Warnung: Wer die Komponenten zusammenbaut, haftet für die Sicherheit des Endproduktes. Es ist kein Fertiggerät mit den entsprechenden Zertifizierungen für den Einsatz hierzulande.
Das Netzteil selbst ist ein LRS-350-24 von Mean-Well.
Sein Lüfter ist das lauteste am Sunlu T3. Er läuft aber nur, wenn notwendig, dann aber auf voller Drehzahl.
Der Drucker zieht gemessen etwa 10A fürs Heizbett, 2,5A fürs Hotend und 0,5A für die Elektronik, in Summe 13A oder 312W. Nimmt man den Strom für die Motoren hinzu, passt die Leistung des Netzteils mit 350W also ziemlich genau.
Heatbed
Das Heatbed steht Ender-3-typisch an 4 Punkten auf Federn. Schrauben sind von oben durchs Druckbett gesteckt. Mit der jeweils oberen Griff-Mutter wird die Hö



















